Warum Tischler Lutz in Japan ein Samurai-Anwesen ausbaute
Shownotes
Tischlergeselle Lutz ist seit fast einem Jahr auf der Walz unterwegs. In dieser Folge erzählt er von seiner Reise durch Japan und Portugal, vom Surfen lernen an der Atlantikküste, von Schlafplätzen auf Friedhöfen und in Tempeln – und davon, wie die Wanderschaft ihn verändert hat.
Es geht um Freiheit, Vertrauen, Gemeinschaft und die Frage, warum man manchmal erst ohne festen Plan merkt, was einem wirklich wichtig ist.
Eine Folge über Abenteuer, Handwerk und das gute Gefühl, einfach loszugehen.
In dieser Folge erfährst du:
- wie Lutz ohne Handy durch Japan gereist ist
- warum er in einem alten Samurai-Anwesen gearbeitet hat
- wie man auf der Walz Schlafplätze an Tempeln, Klippen oder Friedhöfen findet
- weshalb Portugal zu einem seiner größten Abenteuer wurde
- wie die Wanderschaft seinen Blick auf Freiheit und Zukunft verändert hat
- und warum man manchmal ohne festen Plan am meisten über sich selbst lernt
Mehr über das Thema Gesellenwanderung erfährst du bei der CCEG,
der CONFÉDÉRATION DES COMPAGNONNAGES EUROPÉENS EUROPÄISCHE GESELLENZÜNFTE
Über den Podcast:
"Zünftig unterwegs – Geschichten von der Walz" ist ein Podcast von FHB.
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00:00:02: Zünftig unterwegs, ein FAB-Podcast.
00:00:15: Auf der Walz ziehen Handwerksgesellen und Gesellen drei Jahre
00:00:19: rund einen Tag lang durch die Welt – streng nach alten
00:00:22: Regeln!
00:00:23: Sie reisen zur Fuß oder per Anhalterung, dürfen nicht für eine Unterkunft bezahlen und müssen ihre Heimat im Umkreis von fünfzig Kilometern rein.
00:00:33: Nur wer ledig,
00:00:34: kinderlos und schuldenfrei
00:00:36: ist darf diese jahrhundertealte Tradition antreten um Handwerk, Abenteuer und Freiheit zu erleben.
00:00:44: Erkennbar sind sie an ihrer Kluft der traditionellen Handwerkskleidung die ihre Zugehörigkeit zeigt und ihnen Tür und Tor öffnet.
00:00:53: Ihre Geschichten sind so vielfältig wie die Wege, die Sie gehen!
00:00:57: Mein Name ist Yasmin Teutrine und ich sage herzlich willkommen bei Zünftig unterwegs den RB-Interview Podcast mit Menschen auf der Walz.
00:01:07: Herzlich willkommen im Podcast auf dich unterwegs.
00:01:10: Bei mir ist der Lutz heute frisch reingeschneit in unsere heiligen FHB-Hallen!
00:01:18: Magst du dich mal vorstellen?
00:01:19: Ja, also wie gesagt ich heiß Lutz komme aus Eisenach Thüringen.
00:01:24: ursprünglich habe gelernt nach Schaffenburg.
00:01:27: als Tischler bin ich dann Ich bin jetzt ein Tischlergeseller meine Ausbildung letztes Jahr abgeschlossen Und bin dann noch zwei Monate jobben gewesen und danach bin ich direkt auf die Wanderschaft gegangen.
00:01:40: Wie lange bist du schon unterwegs?
00:01:42: Also jetzt wird es bald ein Jahr sein, ich hab im November gestartet letztes Jahr am dritten November und dann wirds dieses Jahr im dritten november ein Jahr werden.
00:01:53: Okay was mich immer interessiert wo kommst du gerade her?
00:01:58: das war dein letztes Ziel.
00:02:00: so.
00:02:01: Also ich komme gerade aus Portugal.
00:02:03: Ich bin jetzt seit einer Woche wieder in Deutschland und ja, bin hier noch ein bisschen rumgetingelt und gerade auf dem Weg Richtung Bremen genau und komme wie gesagt jetzt aus Portugal habe dann eine wunderschöne Reise hinter mir bin vom Norden Portugal bis runter in Süden an der Küste entlang mit einem Reisekameraden und danach noch ein bißchen durch Spanien Frankreich und von da aus dann die Schweiz zurück nach Deutschland.
00:02:29: Ach, wie
00:02:31: cool!
00:02:31: Ging
00:02:32: nach einer Teurote.
00:02:33: Was habt ihr da gemacht?
00:02:35: Also wir hatten vor dort zu arbeiten.
00:02:37: das ist nicht ganz so aufgegangen.
00:02:38: es war halt gerade Hochkonjunkturzeit viele Touristen dort gewesen und wir haben halt in den Hostels auch bei Privatpersonen angefragt ob wir da arbeiten können für ein bisschen Kostündurgie.
00:02:51: Und ja, der Plan ist nicht ganz aufgegangen.
00:02:53: Das heißt es war dann doch eher so ein Backpacking-Ding dass wir einmal komplett durch Portugal halt durch sind und hab da einen Lebenstrauen von mir erfüllt das ich surfen gegangen bin habe auch surfen jetzt für mich so entdeckt gelernt und genau und hatten da insgesamt eine sehr schöne Zeit.
00:03:10: also haben vieles gesehen viel mit Einheimischen auch zeit verbracht nicht nur in den ganzen Touri Hotspots gewesen und konnten uns da mal ein bisschen umgucken.
00:03:20: Ist das auch etwas, was man auf der Wald sich so ein bisschen vornimmt?
00:03:25: Dass man neue Sachen ausprobiert.
00:03:29: Wenn du sagst, es war ein Lebenstraum ... War das mit Ansage, ich fahre nach Portugal und vielleicht kann ich mir diesen Traum erfüllen?
00:03:35: oder ist die Wanderschaft eine Möglichkeit, einen Zeitrahmen träumen zu erfülle über seine Grenzen zu gehen und ja sowas umzusetzen?
00:03:47: Ja absolut also Persönlich der Meinung, dass die Wanderschaft eigentlich dir alle Türen öffnen kann.
00:03:54: Es liegt an deiner Kreativität was du dir vorstellst was für dich dir vorstellt ob es persönlich ist oder beruflich Kannst du einfach in dieser Zeit alles mal ausprobieren und musst halt nur den Mut dazu haben das dann auch wirklich umzusetzen.
00:04:08: Du musst ja Ja also muss ich quasi ein bisschen dahin bewegen.
00:04:13: es kommt nicht alles immer auf dich zu aber wenn du da eine gute Vorstellung hast Träume hast, kannst du dir auf jeden Fall unterwegs erfüllen.
00:04:21: Also wie gesagt bei mir war es das Surfen und das wollte ich unbedingt machen.
00:04:25: Es gibt genauso auch berufliche Dinge die ich mir noch vorstellen könnte.
00:04:28: auszuprobieren heißt mal als Drecksler zu arbeiten oder im Bootsbau zu arbeiten wäre von mir auf jeden fall ein großer Traum.
00:04:36: Deswegen gehe jetzt auch Richtung Norden um da oben mich mal bisschen umzuhören was der Bootsbau dann für Angebote gibt wo man da eventuell mit einsteigen kann.
00:04:47: ja also Ich sehe es absolut so, dass die Wanderschaft eine riesen Möglichkeit ist einfach dir deine Träume zu erfüllen.
00:04:54: Und dann bist du nach Japan gegangen?
00:04:57: Genau
00:04:57: und dann kurz drauf ging der Flug da nach Japan im Februar am
00:05:00: neunten.
00:05:00: Warum?
00:05:02: Warum Japan?
00:05:04: Es ist grundsätzlich ein superinteressantes Land.
00:05:06: also mich hat die Kultur schon immer fasziniert.
00:05:09: ich bin auch selber so'n kleiner Anime-Fan.
00:05:12: Also ich finde diese Anime Welt dort extrem spannend.
00:05:15: Reihen von der Natur her fand ich das schon immer megacool.
00:05:19: Ich kenne es von den Bildern, genau zu der Zeit wo wir da waren war halt auch diese Körschblütenzeit dieser Kura-Zeit und ja ... Das war schon immer so ein bisschen mal ein Traum von mir dort hinzugehen, so was man in Wirklichkeit zu sehen.
00:05:33: Und wir haben uns dann letztlich spontan im Winter zusammengesetzt als wir alle noch in Arbeit standen, haben überlegt, was machen wir nächstes Jahr?
00:05:40: Was kann man wieder Cooles anstellen.
00:05:44: Da sind wir dann in der Truppe so zusammen draufgekommen, dass wir nach Japan wollen.
00:05:47: Der eine hatte schon länger den Plan dorthin zu gehen und hat uns letztlich ein bisschen von seinem Plan erzählt.
00:05:52: Dann haben wir gesagt, voll geil!
00:05:54: Da wollen wir uns anschließen, machen wir uns dahin.
00:05:56: Und dann sind wir als Vierer-Trupp, da sind wir rüber geflogen nach Japan.
00:06:01: Wie wurde dir das aufgenommen?
00:06:05: Wir haben die Leute euch angeguckt und grüßt gefragt ... Wer seid ihr?
00:06:10: Was macht ihr hier?
00:06:12: Wir waren auf jeden Fall erst mal so eine kleine Attraktion für die Leute.
00:06:15: Die waren schon sehr begeistert von unserem Outfit immer wieder, die dachten erstmal wir sind irgendwie aus Amerika, aus Texas und irgendwelche Cowboys oder irgendwelchen Musikern haben uns auch teilweise gefragt wann der nächste Auftritt hier in der Nähe ist?
00:06:28: Also die waren im ersten Moment schon ein bisschen verwundert aber fanden es cool.
00:06:32: also die Japaner sind ja generell was Mode angeht auch sehr fortschrittlich sag ich mal.
00:06:38: die haben super Style finden oder achten auf sowas.
00:06:42: Wir fanden unsere Kluft sehr interessant und haben auch sehr offen gefragt, wurden immer wieder auf der Straße angesprochen.
00:06:49: Und wir hatten dann trotzdem sehr viel Glück.
00:06:52: also wir sind bei einem deutschen Bierbrauer den man durch Zufall getroffen haben sind wir da untergekommen und er hat uns sehr gut vernetzt dann letztlich dort auf der Insel.
00:07:02: Wir sind in Okinawa gelandet das ist eine südliche Insel von Japan und ja wir hatten halt überhaupt kein Plan.
00:07:08: wir haben gesagt wir kommen erst mal an Wir probieren erst mal, wie wir reinkommen.
00:07:12: Und sind dann auf den Deutschen getroffen und das war knapp nach einer Woche.
00:07:16: Drei Wochen sind wir da geblieben und er hat uns mit etlichen Leuten vernetzt.
00:07:21: Ein glücklicher Zufall?
00:07:22: Genau!
00:07:23: Das war ein
00:07:24: sehr guter, sehr glückliche Zufalls für uns.
00:07:26: Der hatte schon zwanzig Jahre dort auf der Insel gelebt, kannte dahin zum Grund dadurch auch.
00:07:32: Bier verkauft, deutsches Bier zieht ja schon die Leute an.
00:07:36: Die Kontakte hatte uns weitergegeben also wir hatten Schlafplätze.
00:07:40: Wir hatten dadurch auch Arbeitsmöglichkeiten, die wir dann aber auf Okinawa abgelehnt haben.
00:07:44: Wir sind dann irgendwann aufs Mainland rüber und da sind wir dann in Arbeit gewesen.
00:07:48: Auch durch ihn letztlich, durch den Kontakt der über Instagram dann entstanden ist.
00:07:53: Und ja kamen doch noch mal für zehn Tage dazu für Kostümlogie zu arbeiten.
00:08:00: Wenn du sagst durch Instagram, ihr seid da und ihr seid eine Attraktion.
00:08:03: D.h.,
00:08:04: ihr wurdet da auch so ein bisschen angekündigt und promoted?
00:08:08: Ja
00:08:08: genau!
00:08:09: Das was ja eigentlich gar nicht so gerne mögt ne?
00:08:12: Nicht unbedingt aber es ist trotzdem sehr vorteilhaft das im Ausland zu machen weil letztlich kennt man uns jetzt nicht unbedingt großem Ausland.
00:08:19: was jetzt nicht um Deutschland herum ist alles was weiter weg ist es doch sehr unbekannt Und dadurch ist es schon eine schöne Möglichkeit, letztlich auf unsere Traditionen aufmerksam zu machen.
00:08:30: Durch Instagram.
00:08:31: tatsächlich kam dann auch noch die Möglichkeit ... Oder hatten wir halt die Chance, in die Zeitung zu kommen?
00:08:36: Wir waren dann im Okinawa Newsletter von der Insel und ja, tatsächlich haben uns die Leute auch ein paar Wochen später dann auch nochmal erkannt.
00:08:45: also die haben uns, glaubt nach einer Woche war das gedruckt und dann sind wir noch eine Woche dort geblieben und da haben uns diese Leute auch gegrüßt und gemeint hey ihr seid doch die aus der Zeitung!
00:08:52: Ach witzig.
00:08:53: Und ja, es ist eine schöne Möglichkeit trotzdem das zu nutzen um auf uns ein bisschen aufmerksam zu machen.
00:09:00: Was habt ihr dann gearbeitet?
00:09:02: Wir sind bei einem deutschen Auswanderer untergekommen der sich ein altes Amoreianwesen gekauft hat um das dann auch für Backpacker und keine Ahnung Urlauber letztlich auch noch zu vermieten einen Innenausbau haben, der sich auch etwas an den deutschen Innenausbauen anlehnt.
00:09:21: Also wir haben schon viel mit Holz gearbeitet, er selber wird dann noch Lehmputz mit einbringen was auch in Japan viel genutzt wird aber es sollte auf jeden Fall viel mit Holz sein und dann sollten auch noch ein paar Möbel irgendwann da reinkommen die bisschen deutsches Stil haben.
00:09:35: Aber wir haben letztlich den Innenausbaug gemacht.
00:09:37: also wir haben Wände verkleidet haben Wende hochgezogen haben die Deckenschalungen haben wir gemacht komplett im Dach Und Dämmung eingebaut und so was.
00:09:48: Das waren letztlich zehn Tage, da hat man auch nur limitiert Zeit aber wir haben auf jeden Fall schon eine Menge in der Zeit umgesetzt.
00:09:53: dadurch dass wir zu fünf dann auf der Baustelle waren und er nicht alleine konnten wir schon eine menge mithelfen mit bewegen ja und konnten denke ich soweit ihm helfen das er dann auch danach allein erst mal wieder weitermachen konnte.
00:10:08: warum wart ihr nur zehn tage?
00:10:09: Es war noch nicht mal geplant, dass wir noch viel länger bleiben.
00:10:12: Weil ... Wir hatten vor drei, vier, fünf Tage nur zu bleiben und dann hat sich aber der eine Kamerad die Wade aufgeschnitten ganz normalerweise.
00:10:20: Der ist nämlich in den Gebüsch gesprungen und hat sich an einem Eisenstab die Waden aufgesnitten.
00:10:25: Und er musste mit dreizehn Stichen genäht werden.
00:10:28: Dadurch sind wir halt etwas länger geblieben, damit er sich auskurrieren konnte.
00:10:32: In der Zeit haben wir da gearbeitet.
00:10:35: Wir hatten insgesamt für diesen Trip zweieinhalb Monate Zeit.
00:10:40: Wir waren da gerade in der Halbzeit und haben gesagt, wir sind auf Mendenland angekommen.
00:10:44: Wir wollen noch was sehen bis Tokio hoch.
00:10:46: Deswegen haben wir gesagt die zehn Tage ist ein Maximum an der Zeit, die wir jetzt so rausholen können.
00:10:51: Ansonsten wollten wir dann weiter und wollten noch etwas von Mendenlands entdecken.
00:10:57: Du hast gesagt Alte Samurai anwesend?
00:10:59: Wie kann man sich das vorstellen?
00:11:01: Das ist ein sehr traditionelles Haus also nach traditioneller Bauart viel Holz auch.
00:11:08: Also, das Grundsätzliche ist die ganze Struktur aus Holz gebaut worden.
00:11:12: Und es hat halt diese traditionellen Skibetüren dann drin.
00:11:16: Es hat das offene Dach und die ganzen Tatami-Matten auf dem Boden und also was.
00:11:22: Also, es wird sehr traditionell wiederaufgebaut mit einem Hauch vom deutschen Stil genau.
00:11:29: Und letztlich so in der ... Er hat das ganze Haus abgerissen, aber auch sehr ähnlich wiederauf gebaut.
00:11:35: In der Struktur immer noch Fast genau das gleiche Haus, was vorher da stand.
00:11:41: In einem alten Dorf wo damals die Samurai gelebt haben.
00:11:47: Was habt ihr noch Spannendes erlebt in Japan?
00:11:50: Ja es war doch immer wieder auch sehr spannend zum Beispiel dazu zu trämpfen mit den Leuten dann auch irgendwie in Kontakt zu kommen.
00:11:57: also wir dachten am Anfang ist es wohl schwierig dort zu tremmen War dann super einfach.
00:12:02: Die Leute haben uns doch immer mitgenommen und haben uns dann auch mal nach Hause eingeladen, sprich wir waren dann auch privat bei denen mal unter.
00:12:10: Das sind dann doch Einblicke die man so jetzt als normaler Tourist nicht bekommt.
00:12:14: Und ja, wir durften beispielsweise da auf Tanegashi war das ist eine kleine Insel, durften wieder über einen Wochenende bei den einbleiben und da haben wir beispielsweise in Erdbeben miterlebt.
00:12:27: Stärke von fünf Komma acht.
00:12:28: es war mein erstes erdbeen weil ich meinem Leben mit erlebt habe War erstmal Ein kleiner Schock, als es losging.
00:12:35: Aber war dennoch irgendwie auch sehr spannend.
00:12:38: Ja, saßen dann trotzdem abends noch weiterhin gemütlich zusammen und haben dann Shabu-Shabu gemacht.
00:12:44: Das ist quasi etwas zu essen.
00:12:46: Es ist ein One Pot wie eine Suppe.
00:12:48: Es heißt das Wasser da drin.
00:12:49: Und dann wird alles möglich mal reingekippt.
00:12:52: Kommt Nudeln rein, kommt Gemüse rein... Dann gibt's so ganz dünnes Fleisch, was du kurz reinhältst ... Wie sagt man?
00:13:03: Es wird ein bisschen gedünstet, ist dann nicht mehr ganz roh.
00:13:06: Da saßen wir den ganzen Abend zusammen und haben Musik gemacht.
00:13:08: Der eine hat seine Okulele noch ausgeholt, haben traditionelle Lieder dort hören dürfen die da gesungen haben.
00:13:15: Und sind auch einen Tag drauf mit den Surfen gegangen so Dinge an denen ihren Lieblingsbeats gefahren und sind da mit ihnen ins Wasser raus.
00:13:26: Dann haben wir die Großstädte weiter auf der Reise entdeckt, waren in Osaka, Kyoto, Tokyo Haben da so ein bisschen Touristenattraktionen, haben uns angeschaut.
00:13:38: Ähm ... Ja und halt letztlich die Reise an sich war jeden Tag irgendwie was Neues, was wir entdecken konnten.
00:13:45: also es sind auch allgemein mal so Schlafplätze suchen bis in Japan hast keine Ahnung wirklich von den Städten und dann suchst du mal nach einer Außenplatte sagen wir einen Schlafplatz draußen Und da hat man beispielsweise die Möglichkeit bei einem Tempel zu schlafen.
00:14:01: oder Auf einem alten Friedhof waren wir mal, haben wir mal geschlafen und Parkhäuser oder ja so schön mitten im Park wo dann frühes wo wir wach geworden sind.
00:14:13: Wo ein paar Musik gemacht haben neben uns und wir so langsam dann dadurch aus unseren Träumen erwacht sind und ja Dann direkt mal am Strand geschlaven also solche Dinger.
00:14:23: es war schon immer wieder ziemlich cool ziemlich spannend So auch dann Schlafplätze abends zu suchen.
00:14:29: Ja
00:14:30: Was war für euch oder für dich der größte Unterschied Japan auf der Wald, Deutschland auf der Walz?
00:14:38: Ja grundsätzlich erst mal die Kultur an sich.
00:14:41: Also die Japaner haben doch strikte Dinge.
00:14:45: Sprich wenn du in die Häuser kommst ziehst du ja erstmal die Schuhe aus und sitzt auf dem Boden ist auf den Boden sitzt zusammen hast ein großes Gemeinsamen zusammensitzen.
00:14:58: also das jetzt nicht so dass sie auch die Räume abgetrennt haben, sondern ist alles irgendwie offen.
00:15:04: Wenn man dann in den Häusern ist und es ist ein großes Miteinander habe ich auf jeden Fall gemerkt so dass die gerade familiär sehr eng zusammen sind viel Zeit zusammen verbringen.
00:15:14: das war schon mal eine sehr schöne Sache aber ganz große Unterschiede.
00:15:19: also die Sprache natürlich und die Sprach beziehungsweise sprach Barriere weil ihr ja ohne Handy reißt und dann nicht einfach mal einen Übersetzungsprogramm laufen lassen können.
00:15:32: Wie war das denn für euch?
00:15:34: Ja, es ist viel ein bisschen improvisierend, dass man sich verständlich macht was man genau möchte.
00:15:40: also die Japaner sind doch etwas zurückhalten, was Englisch sprechen angeht.
00:15:44: Manche können's nicht, manche wollen sie auch nicht so wirklich.
00:15:47: Ich hatte gehört, dass es bei denen dann doch so ist, dass Sie hier ein bisschen schüchtern sind Nicht unbedingt Englische sprechen wollen weil sie die Aussprache nicht ganz so beherrschen.
00:15:55: Deswegen, da doch etwas zurückhaltend sind.
00:15:58: Aber letztlich haben sie uns doch immer wieder weitergeholfen.
00:16:01: also es gab immer wieder irgendwie eine Möglichkeit dass man sich verständlich gemacht hat was man direkt möchte.
00:16:07: ansonsten hat man auch die Möglichkeit dadurch das sie ein Handy dabei hatten und einen Übersetzer genutzt haben
00:16:13: auf der anderen Seite das Handy zu nutzen quasi
00:16:15: genau
00:16:16: weil die größte Freiheit kein Handy dabei zu haben ist.
00:16:20: dann Man ist ein bisschen aufgeschmissen dann doch, bei solchen
00:16:28: Sachen.
00:16:28: Ja voll, also es waren doch immer wieder so Dinge wo wir dann doch immer vor Herausforderungen gestellt wurden gerade dann auch beispielsweise Schlafplätze raus suche ungünstige Hostels wenn wir dann irgendwie drin geschlafen mussten was man ja in Großstädten machen mussten auf jeden Fall da war nix mit draußen pen und ja da war dann viel erst mal durch die Stadt laufen viel erst mehr Kunden irgendwo ne Touristen Information finden dass man wenigstens eine Stadtkarte hat und sich dann nach der so ein bisschen orientiert hat.
00:16:58: Und ja, man hat halt einfach nach und nach dazugelernt wie es da läuft wo man eine Möglichkeit hat zu schlafen.
00:17:04: wir haben beispielsweise auch in Internetcafe ist geschlafen die vierundzwanzig Stunden offen haben.
00:17:08: Da hast du dann einen einfachen Raum mit einem Computer drin und Penster auf so einer Matte was aber auch vollkommen in Ordnung war.
00:17:14: dann war für uns teilweise schon mal wieder irgendwo auch Luxus einfach mal drinnen wieder zu pennen nachdem wir mehrere Tage draußen geschlaven hatten.
00:17:23: Ja Man kommt dann halt einfach so nach und nach rein.
00:17:27: Also man versteht ein bisschen den Aufbau der Städte, man weiß wo dann doch immer wieder das Zentrum ist, wo in der Nähe vielleicht eine Touristeninformation ist oder ja einfach schnelle Möglichkeiten um irgendwo einen Schlafplatz zu finden.
00:17:41: Es hat auch immer wieder preislichen Unterschied gemacht.
00:17:43: wenn man Smartphone benutzt hat hast du meistens ein günstigeres Zimmer gekriegt als wenn ihr jetzt keins hast und vor Ort bist und ein Zimmer möchtest.
00:17:50: genau und auch dann halt Planungen wegen Zug fahren, Busfahren war dann doch auch immer wieder so ein paar Wartestationen dazwischen wo man halt erstmal auf dem Bus eine ganze Weile warten musste wenn man nicht wusste wann abfährt.
00:18:06: Aber letztlich es ging alles.
00:18:07: Es hat alles funktioniert.
00:18:08: wir kamen super gut vorwärts haben immer wieder auch mal einen Plan B gehabt der dann auch wieder aufgegangen ist wenn er erste Planheit nicht funktioniert hat und hat uns auf jeden Fall auch wieder gezeigt dass es immer wieder klappt wenn man auch flexibel bleibt wenn man entspannt bleibt.
00:18:24: Genau, und hat auch sehr gut funktioniert.
00:18:26: Auch in der Gruppendynamik.
00:18:28: Super!
00:18:29: Hatten da doch immer viel Spaß.
00:18:30: Wie hast du dieses erste Jahr erlebt von Staat?
00:18:36: Warst du unruhig am Anfang oder hast du diese Gelassenheit schon mitgebracht in die Wanderschaft?
00:18:43: Ich denke ich habe schon eine gewisse Gelassenkeit auf jeden Fall in mir.
00:18:47: Trotzdem war es das Erste was ich gelernt habe.
00:18:49: Du musst noch viel ruhiger werden weil meine erste Woche war auf jeden fall bisschen ups and downs und auch bevor ich losgegangen bin, war ich völlig aufgeregt.
00:19:00: Also die ersten Wochen waren schon echt ziemlich hart erst mal diesen Einstieg zu kriegen.
00:19:05: Deswegen war ich dann schon am Anfang noch ein bisschen unruhiger aber es hat sich schnell gelegt soweit ich halt wirklich drin war gemerkt habe okay Es braucht seine Anlaufzeit Aber dann kam so meine Natürlichkeit wieder raus, meine natürliche Ruhe Und Ich denke schon dass ich auf jeden Fall noch ruhiger geworden bin, entspannter geworden bin was halt Dinge angeht die vielleicht nicht sofort klappen oder Pläne die halt nicht direkt aufgehen.
00:19:30: Das nehme ich auf jeden Fall viel gelassener hin und weiß es gibt immer Alternativen immer andere Optionen und manchmal liegt's direkt vor der Nase obwohl man dann doch im Kopf hatte noch weiter zu ziehen.
00:19:41: und genau das was halt auch vor der nase liegt muss man erst mal erkennen.
00:19:45: und ja
00:19:47: das
00:19:48: zeigt einem dann halt dass es halt nicht immer nach Plan läuft Ja, manchmal gar nicht so weit weg ist.
00:19:55: Wenn du sagst der Anfang war hart?
00:19:58: Was war hart für dich?
00:20:00: Besonders hart für mich waren erst mal in diese Strukturen reinzukommen und auch dieses öffentliche Präsenz dauerhaft zu haben und immer wieder angesprochen zu werden vielleicht unter Beobachtung zu stehen, ob es der Schacht ist, der einen Auge speziell auf dich hat oder auch andere Menschen.
00:20:19: Man muss sagen du bist ein Ruhlandsbruder?
00:20:22: Genau das sehe ich ja jetzt, wenn ich dich angucke an der blauen Erbarkeit.
00:20:32: Also alle Menschen die jemanden in Gluft mit der blaue Erbarigkeit ... Ich würde jetzt mal sagen es sieht bisschen aus wie eine Krawatte aber es ist keine Krawate.
00:20:41: Aber jetzt um das mal so optisch zu beschreiben.
00:20:44: Genau, daran erkennt man ein Rodanz
00:20:47: Bruder.
00:20:47: Richtig und da gibt es noch ein paar andere Schächte die sich auch dann optisch auszeichnen mit einer anderen Erbarkeit oder mit Knöpfen an der Kluft oder eingeschlagenen Kragen oder sowas.
00:20:58: also es gibt dann doch immer wieder Unterschiede dass wir halt einander erkennen wo wer hingehört.
00:21:03: und ja dafür ist das dann quasi da
00:21:06: Gibt ihr das auch noch?
00:21:12: Irgend ein Gefühl von Sicherheit jetzt auch unter diesem Mantel des Schachters unterwegs zu sein.
00:21:17: Ja schon, also dieses Netzwerk hat halt den Vorteil dass du immer Ansprechperson hast.
00:21:23: wenn es wirklich mal hart auf hart kommt kannst du auch mal jemanden fragen ob ich dann mal bei jemandem anrufen kann direkt aus dem Schacht um ja irgendwie eine Unterkunft zu finden oder irgendeine andere Info zu bekommen.
00:21:36: und das geht immer sehr schnell, dass man dann irgendwie eine Antwort bekommt um weiterzukommen.
00:21:42: Und ansonsten ist es halt auch ein schönes Gefühl in so einem Gefüge zu sein.
00:21:46: und ja einfach tolle Leute um sich rumzuhaben ist meine Erfahrung.
00:21:51: also ich komme mit unserem Schacht ziemlich gut klar.
00:21:53: ich komme den ganzen Leuten sehr gut zurecht ob sie fremden sind die gerade reisen oder die einheimischen leere Reise schon hinter sich haben.
00:22:00: und Es ist auch immer wieder spannend dann die geschichten zu hören wenn man sich regelmäßig bei den stammtischen trifft oder auf großen Veranstaltungen ist und dann immer wieder neue Gesichter auf jeden Fall sieht, wie groß dieser Schacht ist.
00:22:12: Warum sich der Schacht auch kümmert?
00:22:15: Auch dieser Zusammenhalt untereinander.
00:22:17: Also für mich war es eine sehr gute Entscheidung über den Schacht zu reisen.
00:22:21: ja
00:22:22: Und du hast vorhin schon gesagt da sind wir ein bisschen hängen geblieben Du bist jetzt auch... Ja du stehst das mehr in der Öffentlichkeit Natürlich auch durch dein äußerstes, durch die Kluft an der du immer erkennbar bist.
00:22:37: Wie fühlt sich das für dich an?
00:22:39: Und in welchen Situationen ... fühlst du dich besonders in der Öffentlichkeit?
00:22:45: und was ist dir häufig gestellte Frage, die du so hörst?
00:22:50: Drei Fragen in
00:22:51: einer!
00:22:52: Joa also erst mal ist es auf jeden Fall wie gesagt eine Umstellung gewesen dass ich so in der öffentlichkeit stehe.
00:22:58: mittlerweile habe mich da sehr dran gewöhnt Mir gefällt's auch sehr.
00:23:01: Ich bin gerne unter Menschen und hab mich da, sag ich mal noch einmal mehr entwickelt dazu, dass sich dieses Extrovertierte vielleicht auch leben kann und selber auf die Menschen zugehen können.
00:23:14: Ich mit denen auch ganz entspannt reden kann Und in den meisten Fällen genieße ich es auf jeden Fall auch sehr weil Es ist immer ein freundliches Gespräch was bei rumkommt Auch ein großes Interesse gerade hier im deutschsprachigen Raum gegenüber der Wanderschaft.
00:23:29: Ja, es ist schon wirklich ... wie soll ich sagen?
00:23:33: Es macht mich auch öfter mal demütig.
00:23:35: Weil viele Leute mich auch sehr unterstützen, obwohl ich die gar nicht kenne, die mir völlig fremd sind und mir oft aus irgendwelchen Pat-Situationen rausholen.
00:23:45: Also mir dann helfen in diesen Situationen oder mir mal ein Essen, mir was zu trinken ausgeben.
00:23:50: Hast du ein witziges Beispiel aus Pat-situationen?
00:23:53: Helfen?
00:23:54: Das sind auch Situationen, wenn du an der Straße stehst.
00:23:57: Du weißt einfach nicht wo du gerade bist und fragst grade, wo hier zum Beispiel in der Nähe eine Bibliothek ist oder sowas.
00:24:05: Und die Leute sind halt sofort da und helfen dann auch im Ausland.
00:24:12: Es ist jetzt öfter so gewesen dass wir die Sprache z.B.
00:24:15: in Portugal nicht konnten und dann erkennen wir plötzlich okay, da kommt jemand auf uns zu es ist ein Deutscher.
00:24:23: Wir kommen dann ins Gespräch und haben vielleicht noch ein paar offene Fragen.
00:24:28: Und der hilft uns dann auch direkt weiter, also überall irgendwie auf der Welt kriegt man dann geholfen weil man erkannt wird und speziell halt auch bei den Deutschen auf jeden Fall die freuen sich immer wieder wenn sie mal jemanden sehen vor allem wenn es im Ausland ist sagen sie auch her wie kommt ihr hierher?
00:24:43: Was macht ihr hier und sowas?
00:24:48: Direkt.
00:24:49: ein witziges Beispiel habe ich jetzt Gerade nicht parat, aber es ist auf jeden Fall so, dass es immer wieder unvorhofft kommt.
00:24:55: Dass jemand mal um die Ecke kommt und dann sagt hey wo Pensten heute Nacht?
00:24:59: Ich hab da noch eine Schlafmöglichkeit kannst du bei mir auf der Crouch pen.
00:25:03: Ansonsten hätte ich dann wahrscheinlich alternativ auf der Straße geschlafen.
00:25:07: Und ja das sind kleine Dinge an die man manchmal auch immer nicht mehr denkt Wo man dann einfach weiter geholfen bekommt.
00:25:14: Genau Was war noch mal die andere Frage?
00:25:17: Es waren zu viele Fragen.
00:25:20: Auf einmal, welche Frage die am häufigsten gestellt wird.
00:25:26: Ja das sind dann halt immer die Standardfragen.
00:25:29: so wie ist es mit der Versicherung?
00:25:31: bezahlen wir ja die Versicherungen oder arbeiten wir jeden Tag und immer wieder woanders?
00:25:38: und es sind auf jeden Fall immer wieder Trugschlüsse, was die Leute am Anfang haben.
00:25:42: Die wir dann halt erst mal aufklären also wie zum Beispiel dass wir jeden Tag arbeiten.
00:25:46: Wir haben dann meistens eher so ein Intervall das es sich abwechselt von Arbeiten und Reisen Dass man ich mache zb so gerne zwei bis vier Monate irgendwo bin Dann der arbeite mich gearbeitet habe und danach dann reisen gehe Und das sind halt so Sachen.
00:26:02: da wissen die leute das nicht immer genau wie das bei uns dann aufgeteilt wird.
00:26:06: oder Ja, woher komme ich?
00:26:10: Das ist auch immer wieder eine ganz normale Frage, die ich auf jeden Fall gestellt bekomme.
00:26:16: Wo sind meine nächsten Ziele?
00:26:20: Das sind auf jeden fall mal so diese Standardfranken.
00:26:22: Es sind viele Floske, die immer wiederholt werden und ... Die man dann oftmals beantwortet.
00:26:30: oder ob wir ohne Handy reisen und sowas kann ich halt nur bestätigen.
00:26:34: War das schwer für dich, das abzulegen?
00:26:37: Das Handy?
00:26:38: Überhaupt nicht.
00:26:39: Ich hab mich sogar sehr drauf gefreut, dass es irgendwann mal weg ist und ich habe mich innerhalb von ein bis zwei Tagen schon direkt dran gewöhnt.
00:26:46: Natürlich am Anfang kam noch so dieser Griff an die Tasche.
00:26:49: Habe ich mein ganzes Zeug dabei das Handy irgendwo.
00:26:52: Das war jetzt noch am Anfang aber... ...das habe ich ganz schnell abgelegt.
00:26:56: und auch der Gedanke daran den das irgendwie benutzen zu müssen oder benutzten zu wollen.
00:27:00: also es war schnell weg.
00:27:02: Was macht Wanderschaft für dich aus?
00:27:05: Ja diese Flexibilität jeden Tag für mich entscheiden kann, wohin es geht.
00:27:10: Und dann auch wie gesagt das mit den Träumen ist auf jeden Fall ein großer Faktor dass ich mir wirklich all meine Träume so unterwegs erfüllen kann wo ich mal hingehen möchte und welches Land ich mal möchte oder mich einfach beruflich weiterentwickeln kann.
00:27:24: Das sind alles so Sachen.
00:27:25: also das ist sehr speziell und sehr einzigartig auf Wanderschaft.
00:27:29: und Dann auch dieses Netzwerk was man sich aufbaut über die Zeit dass du überall, wo du gearbeitet hast die Leute kennenlernst aus verschiedensten Regionen und dann auch das Netzwerk des Schachtes.
00:27:42: Dass du dir da deine... Dass du bei den Reisegesellen auch neue Freundschaften aufbaust und das Ganze wahrscheinlich wenn alles gut läuft ein Leben lang hält und man sich auf jeden Fall immer wieder weiter engagieren kann.
00:27:57: Es ist ein großer Zusammenhalt auch unter uns Wander gesehen, ob es jetzt in unserem Schachtel oder Schacht übergreifend ist.
00:28:03: Wir stehen alle für eine Sache ein und haben quasi unsere eigene Bubble, kennen uns darin gut aus und tauschen uns darüber aus.
00:28:10: Und ja, auch dieses alternative Leben.
00:28:13: zum Alltag.
00:28:14: also wir leben halt kein normalen Alltag, wir leben alles andere als normaler Alltag.
00:28:20: Also dadurch dass wir in viele fremde Städte kommen uns ganz neu orientieren müssen und auch viele neue Kulturen kennenlernen, viel auf Achse sind.
00:28:29: Und genau uns dann letztlich auch unseren Tag einteilen können wie wir das wollen.
00:28:34: Auch wenn wir in Arbeit stehen ist das immer noch mal eine ganz neue Erfahrung weil es ein neuer Betrieb, es ist eine neue Umgebung.
00:28:42: Das sind alles so Sachen, dass würde man wahrscheinlich im Alltag niemals kennenlern.
00:28:48: Also diese Häufigkeit sage ich mal.
00:28:49: Dadurch, dass ich zwei bis vier Monate irgendwo arbeite ist es doch immer noch ein relativ kurzer Zeitraum ausreichend um sich einzurbeiten aber halt kurz in dem Sinne das man nicht lange dort arbeitet um sich hochzuarbeiten sondern das ganze halt kennenlernen den Betrieb und dann vielleicht für die Zukunft sich da nochmal so einen Auge drauf wirft um vielleicht zu sagen ja das ist vielleicht was für mich.
00:29:11: dann nochmal später Und genau dadurch ist der Alltag immer wieder verschieden an verschiedenen Orden zu sein, an verschiedenen Arbeitsadressen zu sein.
00:29:22: Ja und ich finde das macht es letztlich aus diese Vielseitigkeit in dem ganzen.
00:29:27: Wie bist du ursprünglich denn überhaupt auf die Idee gekommen?
00:29:30: Das könnte was für dich sein!
00:29:32: Und wie hast du dann erst so diesen ersten Schritt überhaupt gemacht in diese Richtung?
00:29:37: jetzt vielleicht auch interessant für Menschen, die das auch interessant finden und gerne selber losgehen würden?
00:29:45: Wie war das bei dir?
00:29:46: Also es ging bei mir vor der Ausbildung schon los.
00:29:49: Ich war da frei beruflich unterwegs und hab quasi bei einem Restaurator gearbeitet, und er hat mich damals darauf hingewiesen, zudem auch meine Stiefmarben damals, hat auch gemeint hey ich habe da was gehört mit der Wanderschaft könnt ihr etwas für dich sein?
00:30:03: Und das kam irgendwie zeitgleich!
00:30:05: Und ich hab mich dann halt genauer dazu noch mal informiert und hab halt gelesen okay ich brauche auf jeden Fall eine Ausbildung dafür.
00:30:12: Dadurch, dass ich frei beruflich gearbeitet habe und noch keine Ausbildung zu dem Zeitpunkt hatte, hab ich dann gesagt, mein nächster Schritt wird sein in eine Ausbildung.
00:30:20: D.h.,
00:30:20: die Wanderschaff war der Motivator
00:30:23: für
00:30:23: die Ausbildung?
00:30:23: Genau, um dann in die Ausbildung zu gehen richtig.
00:30:26: Ich war halt als Restaurateur sehr glücklich auf jeden Fall und hab ja auch teilweise arbeiten ... also wie bei einem Tischler gehabt.
00:30:35: Und hab gemerkt, okay dieses Tischlern, das gefällt mir sehr gut, wird gerne in der Sparte bleiben Und hab dann gesagt, alles klar.
00:30:42: Dann such ich mir jetzt einen Betrieb und mach da meine Ausbildung.
00:30:46: Danach geht's auf die Wanderschaft.
00:30:48: Das war mein großes Ziel direkt ... Also war für mich klar, dass ich die drei Jahre jetzt auf jeden Fall durchziehe, abschließe um dann auf die Straße zu gehen.
00:30:58: Ja
00:31:00: cool also von langer Hand geplant.
00:31:02: So gesehen?
00:31:02: Um dann planlos eigentlich durch die Welt zu laufen.
00:31:05: Ja, cool.
00:31:08: Gab es eine Begegnung jetzt in dem einen Jahr, dass du unterwegs bist?
00:31:13: Die dir so besonders in Erinnerung geblieben ist, die herausgestorben ist durch irgendwas Besonders war?
00:31:20: Boah, da fallen mir gleich auf Anhieb viele ein.
00:31:23: Es sind doch immer wieder besondere Menschen gewesen, die auf mich zukamen, wo ich auch gearbeitet habe.
00:31:27: Mein erster Arbeitgeber, den ich mir selber rausgesucht hab – das war ganz besonders!
00:31:31: Da bin ich in einer Familie untergekommen Und hab drei Monate bei der Familie gewohnt und hab dann ganz in meinen Familienalltag mitgemacht.
00:31:39: Ich habe auch super tolle Arbeit gehabt, mein Chef war auf persönlicher Ebene ein super, supertoller Mensch.
00:31:46: Von dem hab ich sehr viel gelernt.
00:31:50: Bin durch ihn auch ein bisschen ... sag ich mal, in Richtung zu Gott gekommen.
00:31:55: Und er ist selber gläubig und hat mich da näher rangeführt, was sich auch sehr zuschätzen weiß wieder, dass auch weiter jetzt dadurch im Herzen Trage mehr Vertrauen bekommen habe.
00:32:08: Und ja und dann wie gesagt abseits vom Arbeiten hatte ich da eine super schöne Zeit mit den Kindern.
00:32:15: Habe ich eine super Zeit verbracht.
00:32:19: Das war ein Moment auf Reisen.
00:32:22: Also speziell zu Portugal.
00:32:25: zuletzt was mir sehr in Erinnerung blieb ist unter anderem der Miguel, den ich da kennengelernt hab.
00:32:30: Der hat mir angeboten jetzt im November dort noch mal zu arbeiten Und bei denen waren wir auch ein paar Tage, mein Kamerat und ich.
00:32:37: Haben bei ihm auf den Resort ein bisschen Zeit verbracht.
00:32:41: Ich werde dann im November noch mal zu ihm machen, um sein Dachstuhl neuzumachen.
00:32:45: Hoffentlich mit ein paar Gesellen ... Das war ein super Moment, bei ihm unterzukommen.
00:32:52: Generell viele Leute, die einen so unterwegs begegnen
00:32:55: sind.
00:32:55: Der Miguel hatte einen Ferienresort in Portugal.
00:32:59: Hör echt da raus?
00:33:00: Genau!
00:33:01: Bei dem bist du ... untergekommen oder den er so kennengelernt.
00:33:04: Und der hat aber jetzt noch keine Arbeit?
00:33:07: Der hatte zu dem Zeitpunkt noch keinearbeit, aber dann ab November wird da eine Großbaustelle aufgemacht
00:33:13: und dann seid ihr ja am Start
00:33:15: unterstützt.
00:33:16: Genau!
00:33:16: Also ich auf jeden Fall und ich werde versuchen halt noch ein paar Gesellen dazu motivieren.
00:33:20: wir haben jetzt beiden großes Treffen und da sprechen sich die Pläne immer ein bisschen rum und da möchte ich mal versuchen ein paar Leute mit ins Boot zu holen.
00:33:30: Und bei Pläne machen ja eigentlich ... mit Fragezeichen eigentlich, bei euch so.
00:33:37: Ja also was diese allgemeine Tag so angeht schon, da geht oftmals der Plan planlos los und das schon.
00:33:45: aber so ein paar Reisepläne macht man dann doch, dass man sich schon mal ausmacht okay in den und dem Zeitraum würde ich gerne in das und das Land und dadurch, dass sich das jetzt bei uns entwickelt hat, dass wir das Jobangebot bekommen haben ist auf jeden Fall so, dass da ein gewisser Plan jetzt steht.
00:34:02: Weil der Miguel mit uns auch planen muss und ich auch meinen Wortschon dazu gegeben habe, dass sich da vorbeikomme.
00:34:10: Somit steht dann für den Zeitraum Ende November, das ich dahin mache.
00:34:15: Und wie gesagt, wenn sich da ein paar Gesellen überzeugen lassen von meinem Plan, den ich mir gesteckt habe, wäre das eine super Sache.
00:34:25: Manche Pläne ... Klappen dann schon und die macht man sich auf jeden Fall auch.
00:34:30: Du hast gesagt, der Tag geht planlos los?
00:34:33: Hast du irgendwelche persönlichen Rituale, die ein bisschen Struktur in deinen Tag bringen, die dir wichtig sind?
00:34:41: Also generell für mich in den Tag zu kommen ist erst mal wichtig, einen Kaffee früh zu trinken.
00:34:48: Das erste Ziel, was ich früh so oft habe, dass ich zu einem Bäcker gehe und mir einen Koffee holen.
00:34:53: Aber ansonsten ... So richtig Rituale, ich hab mir auf jeden Fall festgehalten, dass ich regelmäßig meinen Sport mach.
00:34:59: Den lasse ich nicht aus und das hilft mir auch immer eine gewisse Ausgeglichenheit zu haben.
00:35:05: Ja aber ansonsten
00:35:07: ... Das heißt, das machst du draußen?
00:35:08: Dann suchst du dir irgendwie...
00:35:09: Entweder draußen in Kallis Tänikspark oder drin, dass sich halt für mich dann auch mein Homework-Out macht.
00:35:16: Das ist mir wie gesagt so ein Rituaal, das brauche ich einfach trotz der Bewegung die ich jeden Tag habe.
00:35:21: Brauche ich auch meine ganz körperliche Auslastung.
00:35:25: Ja, macht da auf jeden Fall immer Sport für mich.
00:35:27: Und wenn sich's anbietet mache ich auch gerne anderen Sport auch irgendwo mit und das würde ich sagen ist jetzt letztlich mein Ritual und jeden Abend schreibe ich Tagebuch dass zum Abschluss des Tages, dass ich dann immer noch mal so für mich den Tag Revue passieren lasse und das nochmal niederschreibe weil mir es auch wichtig ist wenn ich dann irgendwann nach drei Jahren oder ein bisschen länger dann heim kommen und dann da reinschauen kann Dass ich einfach meine Erinnerung immer wieder wach rufen kann und nicht alles vergesse.
00:35:54: Wenn du heute Abend in dein Tagebuch guckst, würdest du sagen hat der Lutz sich in dem Jahr jetzt verändert?
00:36:02: Oh doch.
00:36:03: Ganz schön!
00:36:05: Ich bin auf jeden Fall wesentlich weltoffener geworden.
00:36:08: ich komme halt aus einer Kleinstadt und hab da wie soll ich es sagen also immer dieses Kleinstadt-Feeling gehabt auch immer wieder ähnliche Gespräche bin dann nach Haschaffenburg gegangen was für mich schon mein Horizont erweitert hat aber lange nicht so weit, wie es die Wanderschaft getan hat.
00:36:24: Und erst mal dass ich halt mit Menschen wesentlich offener umgehen kann das ich nicht mehr so zurückhaltend bin dann zudem bin ich denke auch habe ich viel viel mehr Selbstvertrauen bekommen eigenes Vertrauen in mich selber und mein Weg dass sich nicht nur einen Plan machen muss sondern auch ja aktiv halt an dem tag einen Moment arbeiten kann daran an meinen Plan oder an meine nächsten Schritten.
00:36:49: Er hat das heißt, dass ich einfach da ein gewisses Urvertrauen bekommen habe in mich selber.
00:36:55: Und auch handwerklich hab' ich mich auf jeden Fall weiterentwickelt durch die Baustellen, die ich hatte.
00:37:02: Da kam auch schon vieles dazu zu malig halt jetzt mehr Zimmermannsarbeiten gemacht haben als Tischlaarbeiten und das hat mir jetzt auch nochmal viel geholfen.
00:37:13: Ja also ich denke auch wenn mich ja Leute sehen und die mir nah stehen Die könnten, da denke ich auch auf Anhieb noch mal ein paar Sachen mehr sagen.
00:37:22: Auch wie ich mich verändert habe.
00:37:23: Aber ich denk schon, dass ich mich im Positiven entwickelt habe und ... ja, noch mehr Schwung in mein Leben einfach dadurch gebracht hab.
00:37:30: Mhm.
00:37:31: Ja, würd' ich sagen.
00:37:32: Du hast jetzt schon gesagt du hast jetzt auch in einem anderen Gewerk gearbeitet?
00:37:37: Gibt's noch so fachfremde Sachen die du jetzt in dem Jahr schon gelernt hast?
00:37:42: Also größtenteils ist es wirklich das Fachfremdeste gewesen, hab da jetzt halt noch ein paar Ziele, wie gesagt, als Trexler zu arbeiten.
00:37:50: Als Bootsbau zu arbeiten und ... boah, zudem habe ich auch mal einen Wald zum Beispiel gearbeitet.
00:37:58: Hab dann bisschen ... Bäume niedergemacht, die weg mussten aus dem Wald.
00:38:03: Und die klein gemacht, beispielsweise hab ich auch nicht vorher gemacht, dass ich im Wald groß geschafft habe.
00:38:10: Im Seegewerk hab ich schon gearbeitet, was für mich völlig neu war.
00:38:15: Ja... Kleinigkeiten dann halt auch.
00:38:18: Also es sind immer wieder neue Arbeiten, die ich vorher noch nicht gemacht habe und froh bin, dass ich sie bisher machen durfte, austesten durfte.
00:38:26: Was war das schönste Projekt?
00:38:28: Woran du mitgearbeitet hast bisher?
00:38:32: Ich denke, das war ein Liechtenstein.
00:38:34: In Lichtenstein hab' ich Altbau-Resterierung gemacht und da waren wir in einem alten historischen Gebäude Und haben da Balken ausgetauscht.
00:38:42: Das war das erste Mal, dass ich so eine Restaurierung mitgemacht habe und das war für mich eine ganz spannende Sache.
00:38:47: Weil ein altes Haus hat wirklich ... Also wie sich das entwickelt, hat über die ganzen zwei Jahrhunderte was es da jetzt stand?
00:38:57: Wie sich da die Balken verzogen haben, alles zu sehen und dann wirklich mit Millimeterarbeit wieder neue Balken einzusetzen und das Ganze wieder neu aufleben zu lassen.
00:39:06: Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, obwohl es fremd war zur meiner Tischlarbeit, die ich vorher gemacht habe als Möbeltischler speziell.
00:39:17: War das ein ganz neuer Erfahrung.
00:39:18: Es hat mir eine Menge Spaß gemacht.
00:39:20: Ich fand auch ... Die Arbeitsweisen dort sehr schön.
00:39:23: Also es war jetzt mit weniger Stress verbunden.
00:39:26: Dort wurde gesagt, ihr habt Zeit!
00:39:28: Es geht nicht irgendwie, dass das schnell gemacht werden muss aber bitte macht's auf jeden Fall dann ordentlich und gewissenhaft Und die Arbeitsweise hat mir halt sehr getaugt und hat mich einfach in der Zeit dort sehr wohl geführt mit der Arbeit.
00:39:41: Das war so das Ding, was mir groß hängen geblieben ist wo ich am meisten von gelernt hab genau auch in Bamberg.
00:39:48: bei der Familie, wo ich war habe ich auch schöne Projekte gehabt.
00:39:51: da haben wir quasi oben das Kinderzimmer im Dachstuhl ausgebaut Da haben wir den ganzen Dachboden quasi schick gemacht und haben da den ganzen Innenausbau gemacht.
00:40:00: Er war Lehmputz unter anderem.
00:40:02: dabei Hab ich vorher auch noch nie gemacht.
00:40:04: Das war eine ganz spannende Sache, da den Leben anzurühren und das dann die Wand zu bappen, das war schon echt ne coole Sache.
00:40:14: Eigentlich hatte ich an allem Spaß, wo ich bisher gearbeitet hab.
00:40:17: Es ist mir auf jeden Fall alles irgendwo hingeblieben.
00:40:20: Du hast jetzt gesagt in Lichtenstein ... dass weiß was Besonderes gibt's sonst noch einen besonderen Ort?
00:40:28: Der ist dir besonders angetan hat.
00:40:31: Ist irgendwie ein Gründen der ...
00:40:33: Ja, vor allem da wo ich länger geblieben bin hat mir das sehr gefallen.
00:40:38: Hat es mir sehr angetan einfach um in diese Familienstrukturen reinzukommen oder bei den Leuten die besser kennenzulernen.
00:40:48: Lichtenstein speziell war schon wundervoll allein auch wegen der Region dort und die Leute die hatten uns am Anfang also die haben uns sehr wohlgesonnen begrüßt.
00:40:57: aber man hat gemerkt er war erst mal eine Distanz da weil wir von außen kommen Ja, und das hat sich dann innerhalb dieser Zeit sehr schön entwickelt.
00:41:06: Diese Distanz war schnell weg.
00:41:08: Dann hat man mit dazugehört ... Wir sind untergekommen in einem Gasthaus, wo das auch von Familientraditionen schon Ewigkeiten da war.
00:41:16: Und auf viele Gesellen da schon untergekommen sind.
00:41:20: Dadurch dass wir länger geblieben sind, haben die besser kennengelernt.
00:41:23: Man saß abends da, hat noch ein Bierchen getrunken zusammen.
00:41:26: Hat auch mal über andere Dinge geredet als nur die Wanderschaft oder nur die Arbeit.
00:41:31: Und dann waren wir einfach auf einer persönlichen Ebene, ein bisschen mehr verbunden.
00:41:34: Das war doch auch sehr schön und ja auch jetzt.
00:41:40: wie gesagt in Portugal war das ein riesen Ereignis für mich.
00:41:42: also da hatte ich auch tolle Begegnungen mit Leuten die da Urlaub gemacht haben und auch mit Portugiesen die da super aufgeschlossen waren.
00:41:52: es ist immer wieder irgendwie dass man doch tolle begegnung macht den ganzen tag über
00:41:57: und
00:41:58: Ja hat mir auch sehr geholfen auf jeden fall mein weltbild dass es einfach wirklich sehr viele aufgeschlossene Leute gibt, die einem weiterhelfen oder einfach mal ein Gespräch suchen um zu fragen hey was macht ihr da eigentlich?
00:42:11: und da kommen schon immer wieder tolle Sachen zusammen.
00:42:14: Es klingt für mich so als hättest du dich selber auch jetzt in dem Jahr auch ein bisschen besser kennengelernt.
00:42:20: kann das sein?
00:42:22: Ja, merkt was ist einem persönlich eigentlich wichtig?
00:42:25: Du hast jetzt schon von so Arbeitsweisen erzählt, die die wichtig sind.
00:42:29: Familienanschluss und Gemeinschaft ist dir wichtig.
00:42:32: Hast du noch mehr Sachen erkennen können, die dir persönlich wichtig sind, von denen du gar nicht wusstest dass sie die wichtig oder wie wichtig der Stellenwert eigentlich ist in deinem
00:42:43: Leben?
00:42:43: Also was ich vor allem sehr speziell mitgekriegt habe ist wenn du lernst zu beißen und dran zu bleiben wird sich das am Ende auszahlen.
00:42:51: Und dass immer wieder so da, wo es am schwersten war, da durchzugehen, war's im Endeffekt eine super Sache die sich dann ergeben hat.
00:42:58: und ja... Das ist eine Sache auf jeden Fall, das beißen lernen, dranbleiben und sich nicht irgendwie selber abwimmeln oder abwimmen lassen, nicht gleich das erste Nein akzeptieren!
00:43:10: Das war schon mal so ne Sache, die mich auf jeden fall weitergebracht hat.
00:43:14: Dann diese Gelassenheit wie gesagt in vielen Dingen Ja, die mich auf jeden Fall jetzt begleitet.
00:43:22: Und
00:43:24: dadurch, dass ich halt viel mit mir auch alleine bin, habe ich auch gelernt, dass sich mit mir alleine sehr gut zurechtkommen.
00:43:30: Keine Ablenkung irgendwie brauche.
00:43:32: Ich bin froh, wenn ich einfach mal eine entspannte Minute auf einer Parkbank verbringe.
00:43:37: Dort vielleicht noch ein Buch zurück und nochmal was lesen, ansonsten bisschen in der Weltgeschichte rumgucken.
00:43:42: Gar nicht viel machen muss vielleicht im Moment.
00:43:45: Einfach dankbar bin, das ich gerade hier sein darf!
00:43:48: Und das sind halt solche Dinge, die du auf jeden Fall unterwegs lernst.
00:43:51: Und auch Dankbarkeit ist auf jeden fall ein großes Ding was du lernest in der Zeit,
00:43:57: genau.
00:43:57: Dankbarkeits für den Schlafplatz dann ne?
00:43:59: Das ist das Wichtigste.
00:44:02: oder mit eines der also elementaren Sachen einfach und hast Du denn jetzt in dem Jahr einen Schlaf Platz gehabt der sich unterschieden hat zu anderen Schlafplätzen, der auch besonders war?
00:44:17: Ja doch.
00:44:18: Also kann ich wieder nur zurückkommen auf Portugalen.
00:44:21: Portugal war halt viel Abenteuer und da ist unter anderem das Abenteuern gewesen, abends um einen Schlafplatz zu finden und wir haben da knapp achtzig, neunzig Prozent draußen geschlafen von den fünf Wochen die wir da waren.
00:44:33: Und da waren ganz verrückte Plätze dabei.
00:44:36: also Wir waren beispielsweise an einem sehr westlichen Punkt von Portugal.
00:44:40: Das war es Capo Espiché Und da ist ein Leuchtturm ganz groß.
00:44:46: Vor dem Leuchthurm, am westlichsten Punkt war da so ein ganz verlassenes Gebäude, was voller Graffiti war und direkt an der Klippe dran.
00:44:55: Das war einer der Schlafplätze ... Der hat es mir sehr angetan, weil im ersten Moment war's uns beiden gruselig dort.
00:45:03: Es war wirklich sehr unheimlich!
00:45:06: Dennoch haben wir gesagt, hey, wir bleiben hier, wir pennen hier, bauen unser Lager auf.
00:45:12: Das war halt Wahnsinn, weil nachts, wo es dann wirklich Stockduster war.
00:45:16: Hat dann ein sehr krasser Wind aufgezogen und der hat diese feuchte Luft über uns getragen.
00:45:22: Und das sah aus als wenn wir völlig im Nebel stehen würden.
00:45:25: Es war so eine feuchten Luft, dass du keine dreißig Meter mehr nach vorne schauen konntest.
00:45:30: Es ist alles diesig!
00:45:31: Und das hat dieses ganze Ding noch mal unheimlicher gemacht.
00:45:35: also es war wie in dem Film Silent Hill.
00:45:38: Dass einfach plötzlich eine ganz eigenadeige Stimmung da aufkam.
00:45:42: Ja, und das war ein Moment auf jeden Fall der sehr speziell war zum Schlafen.
00:45:46: Und dann hat man auch wieder rum ...
00:45:48: Aber zum Aufwachen wahrscheinlich auch?
00:45:50: Wenn ihr geschlafen habt überhaupt!
00:45:52: Also wir waren ja noch lange auf jeden fall wach und haben uns da umgeschaut, saßen an einem Fenster wo der Mond dann da reingeschien hat weil dass es die einzige Lichtquelle war, die wir dort hatten.
00:46:03: Dadurch konnten wir uns halt auf diesen Raum auf das Ganze mal einlassen eine sehr geile Stimmung dort, die wir dann einfach erlebt haben.
00:46:11: Das Schöne war, dass wir zu zweit waren und dadurch war es auch nicht mehr ganz so grüßig.
00:46:15: Wir haben uns dann schnell dran gewöhnt und haben uns mit ein bisschen paar lustigen Gesprächen abgelenkt.
00:46:20: Und er war schon auf jeden Fall so, dass das einer der herausragenden Schlafplätze war von dem Ganzen.
00:46:27: Wir hatten trotzdem auch andere coole Schlaf-Plätze wie zum Beispiel direkt am Meer gepennt in einem verlassenen Ferienhaus Oder mitten in den Bergen hatten wir auch ein Verlassenes Haus gefunden, wo der Balkon offen war und wir konnten direkt ins Tal runter schauen.
00:46:39: Es sind mit dem Sonnenaufgang dann wach geworden und haben in der Nacht einen wunderschönen Sternenhimmel und so was direkt über uns.
00:46:47: Also ist schon cool, was man sich aussucht nachts, wo du eigentlich nicht weißt wohin es dich jetzt irgendwie führt und dann stehst du plötzlich vor einem verlassenen Haus und siehst darin einen Riesenluxus.
00:47:01: schon cool solche Sachen mal mitzuerleben.
00:47:04: Und vielleicht, wenn du am Ende deiner Wanderschaft bist, wann auch immer das sein mag, vielleicht magst du dann ja noch einmal vorbeikommen und wir sprechen da nochmal weil ich finde es sehr spannend was zu denen alles wirklich von deinen Ideen umgesetzt hast oder was noch an neuen Ideen dazugekommen ist und für deine Pläne nach der Walz.
00:47:25: Würde mich freuen!
00:47:27: Dann bleibt mir nichts auszusagen als fixetere
00:47:29: Leib.
00:47:29: Fix bedankt, bleib gesund!
00:47:31: Danke.